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Umbau auf Kunststofflager

Anleitung zum Umbau der Hinterachslagerung von Gewindebüchsen auf Plastikbüchsen

Ab August 1963 wurden in den Typen 500 D, 650 TR und 700 C die Gewindebüchsen durch Plastikbüchsen ersetzt. Diese Ausführung hat den Vorteil einer längeren Lebensdauer und unterscheidet sich außerdem durch das etwas größere Einbauspiel (an der Felgenwand gemessen, soll dieses 1,5 bis 2,5 mm betragen).

Ein Umbau der alten Achsen mit Gewindebuchsen auf die Ausführung mit Plastikbüchsen, erfordert folgende Arbeitsgänge und wird mit der Spezialvorrichtung, bestehend aus Senker, Reibahle, Aus - und Einpreßwerkzeug und Schraube durchgeführt (siehe Abb.3).

 

a) Demontieren der Gewindebüchse aus dem Achstrichter

Da die Gewindebüchsen im Achstrichter fest sitzen, ist es notwendig, diese mittels eines Hammers auf einer Richtplatte loszuprellen. Das Ausschrauben der Gewindebüchse erfolgt mit der Spezialschraube, welche in die Gewindebüchse eingedreht wird. In diese kann ein T - Stück eines Kraftarms einer Stecknußschlüsselgarnitur eingesetzt werden. Die Gewindebüchse wird (nach Einspannen des Achstrichters in einen Schraubstock) nach innen durchgedreht. (Abb.1)

b) Aufreiben des Achstrichters auf einer Drehbank

Die Führungsreibahle wird in einen Amerikaner eingespannt. Der Achstrichter wird auf die Führungsreibahle aufgesteckt. Durch einen Rollkörner wird die Führungsreibahle abgestützt, wodurch ein zentrischer Lauf gewährleistet wird. Um einen Vorschub des Achstrichters gegen die Schnittrichtung zu erreichen, wird der Messerkopf der Drehbank verwendet. In den Messerkopf wird eine Drehmeißel, mit der Rückseite zum Achstrichter gerichtet, festgeschraubt, und zwar so, daß beim Einschalten des automatischen Vorschubs der Achstrichter gegen die Schnittrichtung vorgeschoben wird. Dabei muß ein kleiner Vorschub und eine kleine Schnittgeschwindigkeit gewählt werden (Abb.2). Anschließend wird mit der Handreibahle auf das endgültige Maß aufgerieben.

 

c) Ein- und Auspressen der kompletten Stahlbüchse in den Achstrichter

Um beim Aufreiben der Plastikbüchse ev. auftretende Schwierigkeiten zu vermeiden, wird vom Werk, die in die Stahlbüchse eingepreßte und fertiggeriebene Plastikbüchse, unter einer Komplettnummer Pos. Nr. 501.1.34.077.2, als Ersatzteil abgegeben. Diese kann mittels eines Stempels und einer Auflagehülse (Spezialwerkzeug Pos. Nr. 905.1.50.002.0) eingepreßt, bzw. in umgekehrter Arbeitsfolge wieder ausgepreßt werden (Abb. 4 und 5).

 

Technische Mitteilung Dezember 1964



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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. August 2009 um 13:14 Uhr