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Tipps zur Kupplung

KUNDENDIENSTMITTEILUNG

Anleitung zur Reparatur der Fichtel & Sachs Kupplungen K160 und KS180

a) Kupplung zerlegen

Die Kupplung ist vom Erzeugerwerk eingestellt und soll daher nach Möglichkeit nicht verstellt werden. Ist jedoch ein Nachschleifen der Druckplatte erforderlich oder muß ein Austausch der Kupplungsdruckfedern vorgenommen werden, so ist dies wie folgt durchzuführen.

    An der losen Kupplung die drei abgesicherten Einstellmuttern Pos.Nr. 501.1.16.313.1 von den drei Schlitzschrauben lösen. Die Sicherung (Verstemmung) der Einstellmuttern kann mit einem Sägeblatt aufgeschnitten werden. Siehe Abb.1

    Bevor die Kupplung mittels 6 St. Schrauben auf einer losen Schwungmasse festgeschraubt wird, müssen die 3 Hebel für den Ausrückring durch unterlegen von 3 St. Sechskantmuttern z.B. M8 vorgespannt werden. Siehe Abb.2 Danach sind die drei Einstellmuttern gleichmäßig abzuschrauben, wobei mit einem Schraubenzieher die Schlitzschraube gegengehalten wird. Abb.3 Anschließend können der Ausrückring, die drei Hebel zum Ausrückring sowie der Kupplungsdeckel mit Federtöpfen abgenommen werden. Nach dem Auswechseln der Kupplungsdruckfeder bzw. Nachschleifen der Druckplatte erfolgt der Zusammenbau der Kupplung in umgekehrter Reihenfolge.

b) Kupplung zusammenbauen

Für den Zusammenbau der Kupplung, sowie für die richtige Einstellung des Ausrückringes ist ein Druckwerkzeug und eine Kontrollvorrichtung erforderlich. (Siehe beigelegte Werkstattzeichnung). Dieses Werkzeug kann selbst angefertigt oder unter der Pos.Nr. 501.1.55.059.0 über das Ersatzteillager bezogen werden. Siehe Abb. 4

1. Kupplungsdruckplatte auf gereinigter Unterlage auflegen, Kupplungsdruckfedern auf die Druckplatte aufsetzen, sowie 3 St. Neue Schlitzschrauben in die Druckplatte einsetzen.

2. Aufsetzen des Kupplungsdeckels mit den Federtöpfen sowie de drei Hebeln zum Ausrückring und den drei Haarnadelfedern. Anschließend Ausrückring montieren.

3. Druckwerkzeug auf den Kupplungsdeckel aufsetzen und mit Hilfe einer Dornpresse durchdrücken. Abb.5 Danach neue Beilagscheiben und neue Einstellmuttern montieren. Die Einstellmuttern müssen gleichmäßig so weit angezogen werden, daß die Schlitze mittels Schraubenzieher bereits festgehalten werden können. Siehe Abb.3

c) Kupplung einstellen (für die Kupplungstypen K160)

Zur Kontrolle der Kupplung wird die Schwungmasse Pos.Nr. 501.1.02.032.1 mittels der Befestigungsschraube Pos.Nr. 501.1.02.043.1 auf die Meßplatte montiert. Danach ist die Scheibe (Teil 10) in die Schwungmasse einzulegen und die Kupplung auf die Schwungmasse aufzuschrauben. Bevor die Kupplung festgezogen wird, muß mittels Kupplungszentrierdorns Pos.Nr. 501.1.5524. die Scheibe (Teil 10) zentriert werden. Die Höhe des Ausrückringes wird mittels der drei Einstellschrauben eingestellt. Das Einstellmaß A gemessen von der Stirnfläche des Ausräckringes bis zur Stirnfläche des Kupplungsdeckels beträgt für die Kupplung K160 14mm und für die KS180 21,5mm

Die Messung erfolgt mittels eines Tiefenmaßes. Siehe Abb.6

Der Schlag des Ausrückringes ist mit: Hilfe einer Meßuhr mit Meßuhrständer festzustellen. Abb.7. Der max. zul. Schlag des Ausrückringes beträg 0,2mm. Bei diesem Meßvorgang müssen alle drei Einstellschrauben immer bis zum Anschlag nach außen gedrückt werden. Eine Korrektur der Einstellung kann durch geringes Verdrehen der Einstellmuttern erreicht werden. Anschließend sind die drei Einstellmuttern mittels eines Flachdornes sorgfältig abzusichern (Verstemmen). Als zusätzliche Sicherung läßt man die drei Einstellmuttern mit Lack vollaufen

 

d) Kontrolle der Kupplungsscheibe

Der höchstzulässige Schlag der Kupplungsscheibe beträgt 0,5mm. Nötigenfalls ist die Kupplungsscheibe mittels Aufnahmedorn zwischen Spitzen zu prüfen und mit einer entsprechenden Schränkgabel zu richten. Der max. zulässige Verschleiß der Kupplungsscheibe beträgt bei der (Kupplung K160) 1mm, bei der Kupplung KS180 1,5mm gemessen wird die Stärke des Kupplungsbelages.

e) Einstellung der Kupplung KS180

Die Kupplungsausführung KS180 wird nunmehr ausschließlich in allen Haflinger-Ausführungen eingebaut. Achtung: Vor Montage einer neuen Kupplung müssen die drei Vorspannbügel (Drahtbügel), die an den äußeren Hebelenden als Montagehilfe angebracht sind, entfernt werden.

Der Reparaturvorgang ist für diese Kupplungsausführung gleich wie für die Ausführung K160, lediglich sind für die Montage dieser Kupplung die große Schwungmasse sowie die große Einstellscheibe zu verwenden. Diese Schwungmasse wird ebenfalls auf die Meßplatte montiert. Das Einstellmaß A dieser Kupplung beträgt 21,5mm – gemessen mit einem Tiefenmaß von der Stirnfläche des Ausrückringes bis zur Stirnfläche der Deckplatte bei montierter Kupplung (Siehe Skizze). Die Einstellung muß ebenfalls mit einer Meßuhr durchgeführt werden. Der max. zul. Schlag des Ausrückringes beträgt 0,2mm.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. August 2009 um 13:11 Uhr